ALLES ÜBER DIE MOBILE ART DES WOHNENS

Wiedersehen mit Mecklenburg-Vorpommern

Mit Fischbrötchen fängt man Schweizer Campingtouristen. Mecklenburg-Vorpommern versuchte am Suisse Caravan Salon den Schweizern den Nordosten Deutschlands schmackhaft zu machen. Mit Tobias Woitendorf sprachen wir über die Erfahrungen am Salon und die Vorlieben der Schweizer.

Die Möglichkeit, mit dem eigenen Wohnmobil oder Caravan auf Flüssen zu schippern, hat die Schweizer besonders beeindruckt.
Die Möglichkeit, mit dem eigenen Wohnmobil oder Caravan auf Flüssen zu schippern, hat die Schweizer besonders beeindruckt.

Nach einem grossen Auftritt als Gastregion des Suisse Caravan Salon 2017 war Mecklenburg-Vorpommern auch 2018 wieder am Salon in Bern präsent. Für uns war dies Anlass, Tobias Woitendorf, Stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Marketing und Kommunikation des Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, ein paar Fragen zu seinen Erfahrungen mit den Schweizern zu stellen.

Mecklenburg-Vorpommern war auch dieses Jahr am Suisse Caravan Salon anwesend. Welchen Stellenwert hat Campingtourismus im Tourismusangebot von Mecklenburg-Vorpommern?
Tobias Woitendorf: «Mecklenburg-Vorpommern ist ein Campingland. Gäste schätzen die Plätze an den Seen und dem Meer und vor allem deren Qualität, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. 15 Prozent aller Übernachtungen entfallen auf Campingplätze – Tendenz steigend.»

Was hat Sie am Suisse Caravan Salon am meisten überrascht?
Tobias Woitendorf: «Die Gäste in Bern waren unglaublich offen, freundlich und sehr interessiert. Ob das nun den Bernern oder Schweizern eigen ist, weiss ich nicht, aber wir wurden jedenfalls sehr herzlich empfangen. Ich bin mir sicher, dass viele Besucher dann auch tatsächlich in den Nordosten reisen werden, denn deren Urlaubspläne waren bereits sehr konkret. Der warme und trockene Sommer in diesem Jahr hat die Lust auf eine Reise nach Mecklenburg-Vorpommern sicherlich noch einmal gesteigert.»  

Welche touristischen Angebote haben das Schweizer Publikum am meisten begeistert?
Tobias Woitendorf: «In erster Linie begeisterte natürlich die 2000 Kilometer lange Ostseeküste mit ihren feinsandigen Stränden, die für Familien, Nichtraucher, Hundebesitzer und selbst Reiter den passenden Platz bieten. Auch Aktivthemen wie Radfahren oder Wandern waren sehr stark nachgefragt. Unsere Hanse- und Residenzstädte und die 2000 Schlösser und Herrenhäuser weckten das Interesse des kulturinteressierten Publikums. Aufgehorcht haben Besucher beim sogenannten ‹freecamper›, mit dem Gäste den Urlaub im eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen auf dem Wasser verbringen können. Dabei wird das eigene Fahrzeug quasi zum Hausboot, das übrigens vielerorts führerscheinfrei gefahren werden darf.»

Was bietet Camping an den Küsten?
Tobias Woitendorf: «Wir haben wunderschöne Plätze direkt an der Ostsee, die einen grösser, die anderen kleiner. Im Regenbogencamp in Prerow etwa stehen die Gäste sogar mit ihren Fahrzeugen direkt im Ostseesand zwischen den Dünen. Auf dem mehrfach ausgezeichneten Platz in Kühlungsborn campen die Gäste im Küstenwald und können zudem attraktive Wellnessangebote nutzen.»

Wie steht es mit Camping an den Seen?
Tobias Woitendorf: «In der Mecklenburgischen Seenplatte liegt – das lässt der Name erahnen – fast jeder Campingplatz an einem See. So sind der Badespass im Sommer oder die Rad- und Wandertour um die Seen fester Bestandteil eines Campingurlaubs in der Seenplatte.»

Welches sind die wichtigsten Highlights, die man in Mecklenburg-Vorpomern gesehen haben muss?
Tobias Woitendorf: «Nicht verpassen sollte man die Seebrücken, die zum Teil einige hundert Meter hinaus aufs Meer ragen und mit Restaurants oder Tauchgondeln bestückt sind, auf denen man hervorragend flanieren kann. Zudem ist die Bäderarchitektur etwa in den Kaiserbädern auf der Insel Usedom ebenso ein Hingucker wie das Schweriner Märchenschloss. Wassersportfans finden in der Mecklenburgischen Seenplatte mit ihren mehr als 1000 Seen, die alle miteinander verbunden sind und damit Europas grösstes Wassersportrevier bilden, ihr Glück.»

Was muss man in Mecklenburg-Vorpommern kulinarisch probiert haben?
Tobias Woitendorf: «Zweifellos Fischbrötchen, die gern auch an unserem Messestand verkostet wurden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es überall fangfrischen Fisch der Saison, dem zum Beispiel in den Hansestädten Wismar und Greifswald ganze Feste gewidmet werden. Auch Sanddorn – wegen des Vitamingehaltes ‹Zitrone des Nordens› genannt – oder eines der regional gebrauten Biere sollten Schweizer Gäste unbedingt probieren.»

Gibt es einen Geheimtipp für Campingfans, die nach Mecklenburg-Vorpommern reisen?
Tobias Woitendorf: «Der ‹freecamper› ist sicherlich eine neue und innovative Form des Campingurlaubs. Neu ist auch der sogenannte ‹sleeperoo›. In diesen ‹Design|sleepCubes› – würfelförmige und nach dem Steckbauprinzip unkompliziert aufzubauende Übernachtungsstätten – ist das zeitlich begrenzte Übernachten an Orten möglich, die zuvor nicht als Herberge dienten. Zudem überzeugt Mecklenburg-Vorpommern mit erstklassigen Plätzen an der Ostsee und in der Seenplatte, die mit herzlicher Gastlichkeit und sehr gutem Service für einen rundum schönen und entspannenden Urlaub in unseren einzigartigen Naturlandschaften sorgen.»  

Mehr Infos über Mecklenburg-Vorpommern unter:
www.auf-nach-mv.de

Mecklenburg-Vorpommern hat 2000 faszinierende Schlösser und Herrenhäuser, wie das Schweriner Schloss, zu bieten.
Mecklenburg-Vorpommern hat 2000 faszinierende Schlösser und Herrenhäuser, wie das Schweriner Schloss, zu bieten.
Einmal anders schlafen: Sleeperoo ermöglicht das Übernachten an aussergewöhnlichen Orten.
Einmal anders schlafen: Sleeperoo ermöglicht das Übernachten an aussergewöhnlichen Orten.
Die Seebrücken, die zum Teil einige hundert Meter hinaus aufs Meer ragen, laden zum flanieren ein.
Die Seebrücken, die zum Teil einige hundert Meter hinaus aufs Meer ragen, laden zum flanieren ein.

aus: Wohnmobil und Caravan, Heft Nr. 5/2018

Artikel teilen
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Klicken Sie auf Ihrem Smartphone Zum Home-Bildschirm, um ein Icon der Website dem Startbildschirm hinzuzufügen!